Autor: AndreasM


Am 15. Mai fand unsere diesjährige Mitgliederversammlung in der Ihnestraße 22 statt. Geleitet und moderiert wurde die Veranstaltung von Ekkehard Münzing.

Zu Beginn wurden die Mitglieder von unserem ersten Vorsitzenden, Andreas Müggenburg, begrüßt: Er berichtete über das vergangene Vereinsjahr und laufende Projekte des OSI-Clubs.

Jochen Esser, unser Schatzmeister, gab die finanzielle Lage des OSI-Clubs im Detail wieder und stellte fest, dass sich der Club bezüglich der Finanzen und der Mitgliederzahlen in einer stabilen Lage befindet.

Nacheinander stellten darauf folgend die weiteren drei Vorstandsmitglieder Regine Kuckla, Cezara Löhnert und Carsten Spandau ihren Arbeitsbereich dar und gaben auch einen Ausblick auf zukünftige Projekte des OSI-Clubs.

Nach dem Bericht des Rechnungsprüfers sowie der Wahl unserer zukünftigen Rechnungsprüfer wurde unser Vorstand erfolgreich entlastet.

Zur Wiederwahl stellten sich Andreas Müggenburg, Jochen Esser, Regine Kuckla und Cezara Löhnert. Als neues Gesicht kandidierte Kinga Boenning. Alle fünf Kandidierenden wurden von unseren anwesenden Mitgliedern gewählt und bilden ab sofort den neuen Vorstand. Cezara Löhnert wird die Funktion der Schatzmeisterin von Jochen Esser übernehmen.

An dieser Stelle bedanken wir uns außerdem für die langjährige Unterstützung von Carsten Spandau als Vorstandsmitglied. Er hat auf eigenen Wunsch nicht erneut kandidiert, wird aber weiterhin den OSI-Club in Einzelprojekten unterstützen.

Ein weiterer wichtiger Punkt auf der Agenda war die Besprechung der Satzungsänderung. Es wurde festgestellt, dass weiterer Gesprächsbedarf besteht und entschieden, mögliche Änderungen bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung im Herbst zu beschließen. Eine Einladung dazu erfolgt in einem der folgenden Newsletter. Bis dahin wird eine Dialogphase stattfinden, in der Mitglieder ihre Änderungsvorschläge einbringen können. Diese können per Mail an den Vorsitzenden der Satzungskommission Heiko Groothe geschickt werden: heiko.gothe@netzwege.de. Der Entwurf der Satzungskommission ist am Ende des Juni-Newsletters zu finden.

Insgesamt befindet sich der OSI-Club wieder in einer dynamischen Phase und kann Projekte wie die Summer School, den Berufspraxistag, Besuche am Arbeitsplatz, aber auch die Pflege der Homepage aufnehmen und neu gestalten. Auch die Kommunikation mit unseren Mitgliedern und den Studierenden soll in Zukunft effektiver und zielgerichteter gestaltet werden. Unser Büro ist wieder voll besetzt und vor allem wieder auf dem neuesten Stand der Technik, sodass wir unsere Projekte wieder mit voller Kraft angehen und weiterentwickeln können.

Wir bedanken uns bei allen anwesenden Mitgliedern für das Kommen, den bereichernden Input und den gemütlichen Ausklang im Alten Krug. 


Zum zweiten Mal organisiert der OSI-Club eine einwöchige Summer School mit Unterstützung der Berliner Landeszentrale für politische Bildung. Dieses Jahres lautet das Thema „Politik im Dialog – Junge Erwachsene treffen Politikerinnen und Politiker“.

Austausch und gegenseitiges Verständnis zwischen Bürgern und ihren Vertretern sind unverzichtbar für eine funktionierende Demokratie. In Zeiten einer polarisierten Gesellschaft ist das Einbeziehen junger Erwachsene in politischen Diskussions- und Entscheidungsprozesse ein entscheidender Beitrag für eine freiheitliche und demokratische Zukunft.

Aber wie sieht diese Kommunikation in der Praxis aus? Wie werden die Interessen und Anliegen der Bürgerinnen und Bürger von den Politikerinnen und Politikern artikuliert?

Das Projekt „OSI Club Summer School“ bietet Studierenden die Möglichkeit, mit Politikerinnen und Politikern ins Gespräch zu kommen und hinter die Kulissen zu schauen. Das trägt dazu bei, aktuelle Dynamiken in den Parteien jenseits der medialen Berichterstattung zu verstehen.

Der Flyer zur Summer School kann unter diesem Link heruntergeladen werden.

Anmeldungen sind unter info@osi-club.de möglich. Das Programm wird zeitnah bekanntgegeben.

 

 


Im Rahmen der Festveranstaltung „18 Jahre OSI-Club, 70 Jahre OSI“ erinnerte der ehemalige OSI-Professor Dr. Gerhard Göhler an die Geschichte des OSI und dessen Entwicklung in der sich wandelnden Bundesrepublik.

 

Auszug aus der Rede von Dr. Gerhard Göhler:

 

„Am 15.Januar 1949 wurde die wiederbegründete Deutsche Hochschule für Politik (DHfP) mit einem Festakt in der Cäcilienschule am Nikolsburger Platz feierlich eröffnet. Anwesend waren neben Bürgermeister Ernst Reuter der Kommandant des britischen Sektors, in dem die Hochschule anfangs lag, Vertreter der anderen beiden westlichen Besatzungsmächte sowie Vertreter der politischen Parteien und der Gewerkschaften. Die beiden großen Festansprachen hielten zwei ehemalige Dozenten der alten DHfP, der Vorsteher der Stadtverordnetenversammlung und Direktor der neuen Hochschule, Otto Suhr, und der spätere erste Bundespräsident, Theodor Heuß. Für Otto Suhr war die Wiederbegründung der DHfP die Reaktion auf ein falsches Verständnis des Verhältnisses von Wissenschaft und Politik an den deutschen Universitäten in West und Ost. Während im Westen die hehre Wissenschaft von dem schmutzigen Geschäft der Politik getrennt werde, missbrauche der Osten gewissermaßen komplementär dazu die Wissenschaft als eine >>Form des Willens zur Macht<<. Angesichts dieser beiden gleichermaßen gefährlichen Missdeutungen müsse Politik seitens der Wissenschaft wieder als das verstanden werden, was allein ein demokratisches Gemeinwesen begründen kann: als eine große geistige Aufgabe und Herausforderung aller Bürger. In diesem Sinn solle die neue Hochschule einen demokratischen Standpunkt erarbeiten, zur politischen Bildung beitragen, eine demokratische Ethik fördern und das erforderliche technisch-politische Rüstzeug vermitteln. Theodor Heuß betonte die pädagogischen Intentionen der Neugründung. Sei Politik überhaupt lehrbar? Sehr wohl, sagte er in Anspielung auf häufige Weimarer Diskussionen, und so gehe es für die Hochschule darum, >>die Deutschen in der Führung ihrer politischen Geschäfte geschickter zu machen<<. Der Politiker benötige vielfältiges Wissen, um gegenüber dem drohenden Totalitarismus Freiheit und Demokratie auch unter den Bedingungen der Massengesellschaft zu verwirklichen; so stelle die neue Hochschule die Verbindung zur demokratischen Welt her und sei nicht nur für Berlin von Bedeutung, sondern >>symbolisch für ganz Deutschland<<.“

Die vollständige Rede kann hier heruntergeladen werden: 70 Jahre OSI_Gerhard Göhler